Medikamentenunverträglichkeit MDR1

Artikelnummer: 60046

Der MDR1-Defekt ist ein Gendefekt der bei vielen Hunderassen weit verbreitet ist. Dabei können Reaktionen auf verschieden Medikamente bis zum Tod führen.

Kategorie: DNA TESTS FERAGEN


69,00 €

inkl. 16% USt. , zzgl. Versand

Lieferzeit: 0 Werktage

Stk


Multidrug-Resistance 1, kurz MDR1, ist eine angeborene Erkrankung, die vielen Hütehunderassen vorkommt. Die Mutation im ABCB1 Genverursacht eine Fehlfunktion des P-Glykoproteins, welches für den Abbau vonbestimmten Medikamenten und Toxinen im Körper verantwortlich ist. KlinischeSymptome sind häufig mit der Verteilung der Medikamente im Zentralnervensystemverbunden. Aufgrund von Berichten, dass bereits Träger Symptome einerUnverträglichkeit entwickeln können, ist davon auszugehen, dass der Erbgangeher autosomal unvollständig dominant ist, anstelle von autosomal rezessiv.Autosomal unvollständig dominant bedeutet, dass bereits Hunde die nur eineKopie der Mutation tragen, einem erhöhten Risiko einer unerwünschten Reaktion gegenbestimmte Medikamente ausgesetzt sind. Obwohl Nebenwirkungen auf bestimmteMedikamente am häufigsten bei Hunden mit zwei defekten Kopien des Gensbeobachtet werden, sollte dennoch bereits bei Trägern des MDR1-Defektes dieDosierung von Medikamenten angepasst werden. Wenn ein gefährdeter Hund miteinem oder mehreren gängigen Medikamenten (siehe unten*) behandelt wird,besteht das Risiko, dass es zu neurologischen Symptomen kommt. Diese reichenvon Zittern, einer erhöhten Speichelproduktion, hin zu Erbrechen, Blindheit,Koma und sogar bis zum Tod. Aufgrund dessen, dass bestimmte Medikamente nichtverstoffwechselt werden können, können bereits geringe Dosen tödlich sein. MDR1betroffene Hunde zeigen keine Symptome so lange sie nicht bestimmten Medikamentenausgesetzt werden. Daher ist es wichtig den behandelnden Tierarzt ber einebekannte Diagnose zu informieren, um eine Therapie entsprechend anzupassen.*Medikamente von denen bekannt ist, dass sie bei MDR1Trägern oder betroffenen Hunden neurologische Symptome auszulösen können:Acepromazin, Butorphanol, Doxorubicin, Emodepsid, Erythromycin, Ivermectin,Loperamid, Milbemycin, Moxidectin, Rifampicin, Selamectin, Vinblastin undVincristin.Zusätzlich zu den hier genannten Medikamenten gibt es nochviele weitere die beim Menschen ber den P-Glycoprotein-Mechanismus aus demZentralnervensystem entfernt werden. Berichte über medikamenten-induzierteneurologische Fehlfunktionen die durch andere Medikamente als hier gelistetausgelöst werden, sind bei Hunden jedoch selten zu finden. Bitte konsultierenSie auf jeden Fall Ihren Tierarzt bevor sie einem Hund Medikamenteverabreichen, der ein MDR1 Träger oder von dieser Krankheit betroffen ist. Auch ungetestete Hunde aus anfälligen Rassen sollten mit Vorsicht behandelt werden.Zusätzlich zu den hier genannten Medikamenten gibt es noch viele weitere die beim Menschen ber den P-Glycoprotein-Mechanismus aus dem Zentralnervensystementfernt werden. Berichte ber medikamenten-induzierte neurologischeFehlfunktionen die durch andere Medikamente als hier gelistet ausgel”stwerden, sind bei Hunden jedoch selten zu finden. Bitte konsultieren Sie aufjeden Fall Ihren Tierarzt bevor sie einem Hund Medikamente verabreichen, derein MDR1 Träger oder von dieser Krankheit betroffen ist. Auch ungetestete Hundeaus anfälligen Rassen sollten mit Vorsicht behandelt werden.

Bitte melden Sie sich an, um einen Tag hinzuzufügen.